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Schwalmtal Samstag, 05. November 2011

SPD: Gemeinden und Städte an einen Tisch


Schulpolitik bewegt die Sozialdemokraten   Grenzlandnachrichten vom 3.11.2011

Schwalmtal (Red).
Der neue Vorstand der Schwalmtaler SPD hat sich gegenüber dem alten nur geringfügig verän­dert.
Der Vorsitzende heißt weiterhin Dr. Marco Kuhn -nach einstimmiger Wahl. Sei­ne neue Stellvertreterin
ist die bisherige Kassiererin Heike Pesch. Sie löst Siegfried Feyen ab, der aus beruflichen Grün­den nicht mehr antrat.
Ge­schäftsführerin bleibt Hanna Poral.
Auch die Beisitzer Christian Pesch, Jan Dornsei-fer, Bruno Patock und Helmut Hyzak wurden wiederge­wählt.

Politisch bestimmendes Thema für die SPD im ganzen Land ist die Parteireform.
Mit Udo Schiefner und Monika Ruff-Händelkes vom Kreis­vorstand diskutierten die Schwalmtaler Sozialdemokra­ten
über die Öffnung der Par­tei für Nicht-Mitglieder. Mit eindeutigem Ergebnis:
Die Öffnung für Fachleute, die nicht SPD-Mitglied werden wollen, wird begrüßt. „Das haben wir im Kreis auch schon,
in Kempen und Niederkrüchten gibt es Sach­kundige Bürger in den Räten, die nicht der Partei angehö­ren", sagte Schiefner.
Was aber niemand im Kreis Vier­sen will: Dass Nicht-Mitglie­der die gleichen Rechte be­kommen könnten wie die Ge­nossen -
zum Beispiel das Recht, auf Mitgliederver­sammlungen zu wählen und Anträge zu stellen,
soll den Parteimitgliedern vorbehalten bleiben.  „Sonst könnte  eine Partei sogar unterwandert werden", warnte der Kreis-Vorsitzende.

Lokal beherrschendes The­ma ist für die Sozialdemokra­ten die Schulpolitik. Man sol­le nicht warten,
bis in Nach­barorten entschieden werde, wie die Weichen zu stellen sind, befand die Versamm­lung.
Die Schwalmtaler gaben Schiefner mit auf den Weg, er möge für den Kreistag einen Antrag vorbereiten,
dass der Kreis alle Städte und Gemein­den an einen Tisch holen und ein Gespräch moderieren sol­le,
in dem man gemeinsam daran arbeite, wie die Schul­landschaft bei den weiterfüh­renden Schulen im Kreis in Zukunft aussehen soll.

Eine besondere Ehre wurde an diesem Abend Hans Schneider zuteil.
Das „SPD-Urgestein", wie er auch Jahre nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik noch genannt wird,
wurde für 50 Jahre Mit­gliedschaft in der Partei mit einer Medaille mit dem Bild von Willy Brandt geehrt.
Der frühere Bundeskanzler war Schneiders großes Vorbild, seinetwegen trat er 1961 in die SPD ein.

Seine     Arbeit     bei     der Bundeswehr war geprägt von Umzügen, viele Male mussten er und seine Frau Mechtilde sich in neue Ortsvereine einbringen, bevor sie in Schwalmtal heimisch wur­den. Auch hier waren beide in der Politik aktiv, Schneider  leitete viele Jahre lang den    ' Planungsausschuss.

Der neue geschäftsführende Vorstand der SPD Schwalmtal, von links: Kassierer Heinz Nickel, stellvertretende Vorsitzende Heike Pesch, Geschäftsführerin Hanna Poral und der wiedergewählte Vorsitzende Dr. Marco Kuhn.


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