SPD: Gemeinden und Städte an einen Tisch
Schulpolitik bewegt die Sozialdemokraten Grenzlandnachrichten vom 3.11.2011
Schwalmtal (Red).
Der neue Vorstand der Schwalmtaler SPD hat sich gegenüber dem alten nur geringfügig verändert.
Der Vorsitzende heißt weiterhin Dr. Marco Kuhn -nach einstimmiger Wahl. Seine neue Stellvertreterin
ist die bisherige Kassiererin Heike Pesch. Sie löst Siegfried Feyen ab, der aus beruflichen Gründen nicht mehr antrat.
Geschäftsführerin bleibt Hanna Poral.
Auch die Beisitzer Christian Pesch, Jan Dornsei-fer, Bruno Patock und Helmut Hyzak wurden wiedergewählt.
Politisch bestimmendes Thema für die SPD im ganzen Land ist die Parteireform.
Mit Udo Schiefner und Monika Ruff-Händelkes vom Kreisvorstand diskutierten die Schwalmtaler Sozialdemokraten
über die Öffnung der Partei für Nicht-Mitglieder. Mit eindeutigem Ergebnis:
Die Öffnung für Fachleute, die nicht SPD-Mitglied werden wollen, wird begrüßt. „Das haben wir im Kreis auch schon,
in Kempen und Niederkrüchten gibt es Sachkundige Bürger in den Räten, die nicht der Partei angehören", sagte Schiefner.
Was aber niemand im Kreis Viersen will: Dass Nicht-Mitglieder die gleichen Rechte bekommen könnten wie die Genossen -
zum Beispiel das Recht, auf Mitgliederversammlungen zu wählen und Anträge zu stellen,
soll den Parteimitgliedern vorbehalten bleiben. „Sonst könnte eine Partei sogar unterwandert werden", warnte der Kreis-Vorsitzende.
Lokal beherrschendes Thema ist für die Sozialdemokraten die Schulpolitik. Man solle nicht warten,
bis in Nachbarorten entschieden werde, wie die Weichen zu stellen sind, befand die Versammlung.
Die Schwalmtaler gaben Schiefner mit auf den Weg, er möge für den Kreistag einen Antrag vorbereiten,
dass der Kreis alle Städte und Gemeinden an einen Tisch holen und ein Gespräch moderieren solle,
in dem man gemeinsam daran arbeite, wie die Schullandschaft bei den weiterführenden Schulen im Kreis in Zukunft aussehen soll.
Eine besondere Ehre wurde an diesem Abend Hans Schneider zuteil.
Das „SPD-Urgestein", wie er auch Jahre nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik noch genannt wird,
wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Partei mit einer Medaille mit dem Bild von Willy Brandt geehrt.
Der frühere Bundeskanzler war Schneiders großes Vorbild, seinetwegen trat er 1961 in die SPD ein.
Seine Arbeit bei der Bundeswehr war geprägt von Umzügen, viele Male mussten er und seine Frau Mechtilde sich in neue Ortsvereine einbringen, bevor sie in Schwalmtal heimisch wurden. Auch hier waren beide in der Politik aktiv, Schneider leitete viele Jahre lang den ' Planungsausschuss.

Der neue geschäftsführende Vorstand der SPD Schwalmtal, von links: Kassierer Heinz Nickel, stellvertretende Vorsitzende Heike Pesch, Geschäftsführerin Hanna Poral und der wiedergewählte Vorsitzende Dr. Marco Kuhn.
