Fraktion AKTUELL
Wohnmobilstellplätze am Kaiserpark?
SCHWALMTAL (biro)
Der Ausschuss für Schule, Kultur und Tourismus in der Gemeinde Schwalmtal muss sich nun mit der möglichen Anlage
von Wohnmobilstellplätzen auf dem Parkplatz an der unteren Lange Straße auseinandersetzen.
Wie die Mitglieder des Planungsausschüsses am Dienstagabend beschlossen, wird der Vorschlag eines Bürgers
auf Anlage eines solchen Stellplatzes in den Tourismus-Ausschuss verwiesen. Der Schwalmtaler Hans Hupperten,
selbst gern mit dem Wohnmobil unterwegs, hatte Bürgermeister Reinhold Schulz diesen Vorschlag unterbreitet.
Ein offizieller Wohnmobilstellplatz, argumentiert Hupperten, könnte die Gemeinde touristisch aufwerten.
Der Parkplatz an der unteren Lange Straße sei dazu ideal, befand Hupperten. Er sei ruhig, zentrumsnah und durch die Nähe zum Kaiserpark
quasi „im.Grünen" gelegen. Auch Ideen für den Anschluss von Wasser und Strom sowie zur Bezahlung der Nutzungsgebühr fügte Hupperten bei.
Die Verwaltung hatte für den Ausschuss bereits eine Kostenschätzung abgegeben. Insgesamt lägen die Kosten bei ca. 15300 Euro,
hinzu kämen jährlich 2500 Euro für einen abschließbaren Müllcontainer auf dem Platz und etwa 1500 Euro jährlich für die Werbung in Reiseprospekten.
Auch, wenn die Mitglieder des Planungsausschusses den Vorschlag gleich an den Tourismus-Ausschuss verweisen wollten,
kam dennoch Diskussion auf.
So stellte Dr. Marco Kuhn (SPD) für seine Fraktion heraus, dass man die Idee zwar grundsätzlich befürworte,
aber auch wissen wolle, ob und wie sich ein solches Projekt refinanzieren ließe. Auf den Einwand von Lothar Höckendorf (CDU), es sei „überhaupt nicht mehr redlich, angesichts der derzeitigen Haushaltslage über so etwas überhaupt zu diskutieren", konterte Kuhn, der „ewige Hinweis auf das HSK" sei „ein Totschlagargument.
Wir sollten die Spielräume auch nutzen, die wir dank der Kämmerin jetzt haben."
Auch Manfred Böttcher (Grüne) wollte den Verweis auf die Haushaltslage so nicht stehen lassen: „Herr Höckendorf, Ihre Hinweise auf das HSK kommen immer so.wie's passt."
Ideen, wie es billiger geht
Höckendorf hielt dagegen: „Wir haben das Geld nicht. De facto sind wir im HSK, auch wenn die Kämmerin geschickt jongliert hat." Außerdem sehe er Probleme mit den Parkplätzen im Waldnieler Zentrum: „Durch die geplanten fünf Wohnmobilplätze würden von 74 Pkw-Stellplätzen 19 wegfallen. Wenn wir erst den Vollsortimenter bekommen, wird das problematisch." Für die Finanzierung hatten die Ausschussmitglieder schon die ersten Ideen:
„Kann man nicht billiger werben oder in anderen Prospekten inserieren?", wollte etwa Paul Schinken (Grüne) wissen. Fraktionskollege Böttcher fragte, ob es nicht Zuschüsse gebe aus dem Verband Tourismus Niederrhein?
Mit diesen Fragen wird sich nun der Schul- und Tourismusausschuss beschäftigen müssen.
