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Schwalmtal Freitag, 15. Januar 2010

Wohnmobilstellplätze am Kaiserpark?


SCHWALMTAL (biro)


Der Ausschuss für Schule, Kultur und Tourismus in der Gemeinde Schwalmtal muss sich nun mit der möglichen Anlage
von Wohnmobilstellplätzen auf dem Parkplatz an der unteren Lan­ge Straße auseinandersetzen.
Wie die Mitglieder des Planungsausschüsses am Dienstagabend be­schlossen, wird der Vorschlag eines Bürgers
auf Anlage eines solchen Stellplatzes in den Tourismus-Ausschuss verwiesen. Der Schwalmtaler Hans Hupperten,
selbst gern mit dem Wohnmobil unterwegs, hatte Bürgermeister Reinhold Schulz die­sen Vorschlag unterbreitet.
Ein offi­zieller Wohnmobilstellplatz, argu­mentiert Hupperten, könnte die Gemeinde touristisch aufwerten.
Der Parkplatz an der unteren Lange Straße sei dazu ideal, befand Hup­perten. Er sei ruhig, zentrumsnah und durch die Nähe zum Kaiser­park
quasi „im.Grünen" gelegen. Auch Ideen für den Anschluss von Wasser und Strom sowie zur Bezah­lung der Nutzungsgebühr fügte Hupperten bei.


Die Verwaltung hatte für den Ausschuss bereits eine Kosten­schätzung abgegeben. Insgesamt lägen die Kosten bei ca. 15300 Euro,
hinzu kämen jährlich 2500 Euro für einen abschließbaren Müllcontai­ner auf dem Platz und etwa 1500 Euro jährlich für die Werbung in Reiseprospekten.
Auch, wenn die Mitglieder des Planungsausschus­ses den Vorschlag gleich an den Tourismus-Ausschuss verweisen wollten,
kam dennoch Diskussion auf.
So stellte Dr. Marco Kuhn (SPD) für seine Fraktion heraus, dass man
die Idee zwar grundsätzlich befür­worte,
aber auch wissen wolle, ob und wie sich ein solches Projekt re­finanzieren ließe. Auf den Einwand von Lothar Höckendorf (CDU), es sei „überhaupt nicht mehr redlich, angesichts der derzeitigen Haus­haltslage über so etwas überhaupt zu diskutieren", konterte Kuhn, der „ewige Hinweis auf das HSK" sei „ein Totschlagargument.
Wir soll­ten die Spielräume auch nutzen, die wir dank der Kämmerin jetzt ha­ben."
Auch Manfred Böttcher (Grü­ne) wollte den Verweis auf die Haushaltslage so nicht stehen las­sen: „Herr Höckendorf, Ihre Hin­weise auf das HSK kommen immer so.wie's passt."

Ideen, wie es billiger geht

Höckendorf hielt dagegen: „Wir haben das Geld nicht. De facto sind wir im HSK, auch wenn die Käm­merin geschickt jongliert hat." Au­ßerdem sehe er Probleme mit den Parkplätzen im Waldnieler Zen­trum: „Durch die geplanten fünf Wohnmobilplätze würden von 74 Pkw-Stellplätzen 19 wegfallen. Wenn wir erst den Vollsortimenter bekommen, wird das problema­tisch." Für die Finanzierung hatten die Ausschussmitglieder schon die ersten Ideen:

„Kann man nicht billi­ger werben oder in anderen Pro­spekten inserieren?", wollte etwa Paul Schinken (Grüne) wissen. Fraktionskollege Böttcher fragte, ob es nicht Zuschüsse gebe aus dem Verband Tourismus Niederrhein?

Mit diesen Fragen wird sich nun der Schul- und Tourismusausschuss beschäftigen müssen.

 


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