Fraktion AKTUELL
Supermarkt-Entwurf soll nachgebessert werden
SCHWJALMTAL (biro)
Der Architekt des geplanten Edeka-Supermarkts auf dem Gelände der ehemaligen Krautfabrik in Waldniel
hat sich im Planungsausschuss der Gemeinde gegen die Bezeichnung „Schuhkarton" für den Neubau verwehrt.
Er habe versucht, „in diese Wunde der Stadt ein Gebäude zu legen, das für alle eine Bereicherung ist", so Norbert Jakobs.
Es handele sich dabei weniger um einen Karton als um „zwei Gebäudeteile, die ineinander verschachtelt sind".
In einer Präsentation stellte Jakobs den Entwurf von allen Seiten vor. Es handele sich um eine „ziemlich straighte Architektur
mit auflockernden Elementen", warb Noerbert Bienen von der Projektentwicklungs GmbH aus Mönchengladbach
im Ausschuss für den Entwurf. Die Flächenvorgabe sei für einen Frischemarkt dieser Größenordnung nicht ideal,
der Investor müsse „auf einige Rendite verzichten". Andere Interessenten seien im Vorfeld schon abgesprungen, nun
gehe es doch darum, mit Edeka gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Fraktionen nahmen die Vorstellung des Entwurfs gelassen hin.
Die „Bauchschmerzen", die er beim ersten Anblick der Pläne gehabt habe, hätten sich relativiert, so Dr. Hermann-Josef Welters (SPD),
„aber schön ist das Ding immer noch nicht". Jürgen Heinen (Grüne), dessen Fraktion sich stets gegen den Standort Krautfabrik gewehrt hatte,
lobte: „Das, was Sie da gemacht haben, ist das Maximale, was Sie da rausholen können - nur ist es an der falschen Stelle."
Thomas Hurtmanns (CDU) erinnerte an das Gutachten zum Standort, das eben die Krautfabrik als ideal darstellte, „insofern brauchen wir uns nicht mehr über den Standort zu streiten".
Acht Meter hohe Wand?
Hans-Dieter Heinrichs (FDP) kritisierte die Höhe des Markts auf der Seite zur Neustraße hin. „Dort tut sich vor dem Betrachter dann eine
mindestens acht Meter hohe Wandauf- das können wir auf keinen Fallmittragen." Bernd Gather von derGemeindeverwaltung erinnerte an die alte Krautfabrik, die ebensohoch gewesen sei, woraufhin Heinrichs abwinkte: „Die hatte aber Giebel! Dem Plan zufolge hätten wirdort bald eine acht oder neun Meterhohe Wand ohne jegliche Struktur!"In Sachen Höhenabwicklung,schaltete sich der Architekt ein,brauche man eben manchmal eine„selbstbewusste Haltung, um so etwas durchzusetzen". Und Investor Ulrich Grünter erklärte, der Markt müsse großzügig angelegt sein, „damit der Hausfrau beim Einkaufen nicht die Decke auf den Kopf fällt". Ausschussvorsitzender Lothar Höckendorf (CDU) stellte klar:„Wir sollten im Beschlussvorschlag festhalten, dass noch Nachbesserungsbedarf bei der Höhe besteht."Gegen die Änderung des Bebauungsplanes stimmten schließlichdie Grünen, bei der SPD gab es zwei Enthaltungen
