Fraktion AKTUELL
Einstimmig für neues JuCa
Der Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde Schwalmtal hat dem Umzug des Jugendcafes Amern an die Schule an der Schwalm zugestimmt. Trotz schiefer Haushaltslage soll das Jugendheim dort im nächsten Jahr gebaut werden.
VON BIRGITTA RONGE
SCHWALMTAL
Pastor Thorsten Ay-manns, Sozialarbeiterin Astrid Gröbel vom JuCa und Streetworker Joachim Hambücher sowie mehrere jugendliche „Teamer" des Amerner Jugendtreffs waren sichtlich erleichtert, als sie die Sitzung des Ausschusses für Jugend und Soziales verließen. Denn die Mitglieder hatten einstimmig für einen Neubau des Jugendheims auf dem Gelände der Schule an der Schwalm votiert. Höchstens 50 000 Euro will die Gemeinde Schwalmtal dazu beisteuern - was ein Kraftakt werden dürfte. Denn schon 2010 droht die Haushaltssicherung, freiwillige Ausgaben wären dann nicht mehr drin. „Wir kriegen Probleme", stellte Lothar Höckendorf (CDU) im Ausschuss fest, „aber uns war ja vorher klar, dass kein Geld da ist."
Brennpunkt Geneschen
Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Viersen hatte dem Vorschlag vor zwei Wochen zugestimmt, für den die Gemeinschaft der Gemeinden Schwalmtal im Juni einen Antrag eingebracht hatte. Die Notwendigkeit eines Neubaus bestritt im Ausschuss niemand mehr: Die Sozialraumanalyse hatte Geneschen in Amern als sozialen Brennpunkt benannt. Dort halten sich häufig Jugendliche am späten Nachmittag und abends auf. So argumentierte auch Maria Beiten (Grüne) im Ausschuss - „mit einem Jugendtreff an der Schule holen wir die Jugendlichen dort ab, wo sie sich ohnehin aufhalten". Allerdings dauere eine Änderung des Bebauungsplans mitunter sehr lange. „Kann man nicht jetzt schon die alte Hausmeisterwohnung an der Schule an der Schwalm für das JuCa nutzen und dann anbauen, wenn der Plan geändert wird?", schlug Beiten vor. Werner Bongartz von der Verwaltung riet davon ab: „Die Wohnung ist renovierungsbedürftig und so nicht nutzbar." Vier bis fünf Monate, so Bongartz, könne die Änderung des Bebauungsplans wohl dauern, „aber das ist nur geschätzt". So lange werden die Jugendlichen warten müssen.
Die Räume mit Anbau sollen nach Absprache mit der Schule künftig sowohl für die Jugendarbeit als auch von Schülern genutzt werden können. In einer Kooperationsvereinbarung benennen Schule und Pfarrverband erste Möglichkeiten der Zusammenarbeit: So könnten Schüler in den Räumen des neuen JuCa während der Pause ein Schülercafe besuchen, um das sich eine „Kioskgruppe" kümmert. Ebenso würde das neue JuCa der Schule Räume für Nachmittagsangebote und Veranstaltungen anbieten.Dafür dürften die JuCa Jugendlichen nach Schulschluss Schulhof und Spielgeräte nutzen. Nach dem Entwurf von Architekt Kunni Brasseler würde die Hausmeisterwohnung vier kleinere Räume, ein Büro sowie Toiletten enthalte, im Anbau wären ein Saal und eine Küche untergebracht - Kosten rund 217 000 Euro. Der Kreijugendhilfeausschss stimmte ener Übername von höchstens 115 000 Euro zu. Wenn die Gemeinde 50 000 Euro beisteuert, gäbe die Kirche als Träger den Rest hinzu. Hinsichtlich der schwierign Finanzlage, gab Höendorf die Richtung vor: " Wenn sich alle Fraktionen einig sind, kriegen wir das auch durch."
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